Der Schießsport
Das Sportschießen hat seit jeher eine große Tradition in Deutschland und ist bereits seit 1896 als Disziplin bei den olympischen Spielen vertreten. Ziel des Sportschießens ist es, die Mitte einer Schießscheibe (sog. Spiegel, aufgeteilt in "Ringe") zu treffen. Wichtig hierbei ist die körperliche und mentale Belastbarkeit des Schützen, die leider oft unterschätzt wird und das Schießen daher gelegentlich nicht als Sport anerkannt wird. In Deutschland zählt der Deutsche Schützenbund (mit ca. 1,46 Millionen Mitgliedern) zu den größten Sportverbänden gemeinsam mit Fußball, Turnen und Tennis.
Der Schießsport in Deutschland ist streng abgegrenzt vom militärischen Schießen und wird durch klare Regelungen und vor allem durch das deutsche Waffengesetz eingeschränkt. Leider gab es in der jüngeren Vergangenheit mehrere Vorkommnisse in der Öffentlichkeit, die den Sport in ein falsches Licht rückten und stärkere Regelungen für die Ausübung, den Transport und die Aufbewahrung von
Sportwaffen zur Folge hatten.
Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit versuchen die Schützenvereine hiergegen anzukämpfen. Jeder ist hierzu ebenfalls gerne eingeladen, um sich selbst in diesem Sport zu Versuchen und sich sein eigenes Bild hierzu zu machen.
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Das Sportgerät
Luftgewehr
Beim Schießen mit dem Luftgewehr auf 10m Entfernung wird ein treibladungsloser Diabolo (4,5mm Durchmesser) mit Luftdruck beschleunigt. In den letzten Jahrzehnten haben die Hersteller das Luftgewehr durch neue Techniken (Antrieb über Pressluft/Gas, andere Materialien wie Aluminium und Carbon), neue Ergonomie und Design immer weiter weiter perfektioniert. Gemäß deutschem Waffengesetz sind Luftgewehr und Luftdruckmunition ab 18 Jahren frei erhältlich.
Zimmerstutzen
Der Zimmerstutzen ist eine bayerische Traditionswaffe, die sowohl in traditoneller (in Tracht und alter Bauform, siehe Abb.) als auch in moderner Form geschossen wird. Geschossen wird bei Wettkämpfen auf eine Entfernung von 15m mit einer Rundkugel (ca. 4,5mm Durchmesser) welche durch eine Hülse mit Randfeuerzündung angetrieben wird. Der Zimmerstutzen fällt als Büchse gemäß deutschem Waffengesetz in die Kategorie der erlaubnispflichtigen Waffen.
Ausrüstung
Idealerweise ist ein Sportschütze mit Schießjacke, -Hose und -Schuhen ausgestattet, die ihm Stabilität geben und gleichzeitig vor Schädigungen (z.B. Rücken und Wirbelsäule) schützen.
Gefertigt sind Jacke und Hose meist aus Leder, Doppelleinen oder Matrix-Gewebe mit verstärkten Bereichen an Schulter, Ellbogen und Knien.
Zum erweiterten Zubehör können zusätzlich folgende Utensilien gehören:
Schießhandschuh zum bequemen Halten der Waffe. Visor-Kappe um bei wechselnden Lichtverhältnissen das Auge zu schützen. Schießbrille für Schützen mit Sehschwäche.

Jeder Schütze kann bei Bedarf unzählige weitere Zubehörteile verwenden.
Wertung
Ziel ist es, die Mitte einer Schießscheibe zu treffen, welche in sog. "Ringe" von 1 bis 10 (10 = Mitte) eingeteilt und 10m entfernt ist. Bei der Auswertung werden alle getroffenen Ringe zusammengezählt und das Endergebnis ermittelt.
Bei der sog. "Blattlwertung" (Teilerwertung) wird die Entfernung des besten Schusses aus dem Scheibenzentrum in der Einheit "Teiler" (1/100mm) gemessen. Der abgebildete Schuss (28,5 Teiler) ist z.B. nur ca. 0,28mm außerhalb der Mitte.
Die Auswertung erfolgt mit Hilfe einer Auswertemaschine, die durch das Abtasten der Papierstreifen mit einem Laser die Position von Scheibe und Schussloch misst. Seit einigen Jahren rüsten immer mehr Vereine ihre Schießstände auf elektronische Messverfahren um, die Papierstreifen und die Auswertung überflüssig machen, da das Ergebnis gleich bei Schussabgabe ermittelt und verarbeitet (z.B. zur Anzeige am Bildschirm des Schützen) wird.
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