Geschichte des Siegsdorfer Schützenheims
erstellt von Hans Steiner, Rudhart im Januar 1999
Als sich die Fortuna Siegsdorf 1964 in einem Nebengebäude des Gasthofes Neue Post beim Höck Rudi einen neuen Schießstand mit 10 Handzugständen einrichten konnte, war dies ein großer Schritt in der Vereinsgeschichte. Der Stand war zu damaligen Zeit eine Besonderheit im Gau Traunstein, was sowohl die Größe als auch die Architektur betraf. Auswärtige Schützen lobten immer wieder die Einmaligkeit des Mauergewölbes, welches gut im Einklang zur Schützentradition stehe. Der Schießbetrieb der Fortunen war nun über viele Jahre gesichert.
Da aber auch bei den Schützen der Fortschritt nicht spurlos vorübergeht, beschäftigte man sich irgendwann mit einer Modernisierung des Schießstandes. Außerdem war aufgrund verschiedener Pläne des Besitzers über die künftige Nutzung der Gebäude, ein dauerhafter Verbleib nicht gewährleistet.
So machte sich die Vorstandschaft Mitte der Achtziger auf die Suche nach neuen Schießräumen. Viele Möglichkeiten wurden geprüft, wobei die Gemeinde Siegsdorf immer sehr bemüht war, dass die Schützen der Fortuna endlich eigene Räume bekommen. Jahre vergingen, bis sich schließlich eine einvernehmliche Lösung abzeichnete.
Bürgermeister Franz Maier versprach, im Rahmen des anstehenden Festsaal-Neubaues, für die Unterbringung der Schützen zu sorgen. Die Planung sah 12 Schießstände mit Auswertraum und Aufenthaltsraum im Kellergeschoß vor.
Den Rohbau wollte die Gemeinde stellen, der Innenausbau wäre von der Fortuna zu tragen. Von der Konkreten Zusage bis zum Baubeginn dauerte es allerdings nochmals 5 Jahre. Der Festsaal sollte auf dem Höckgrundstück gebaut werden und zwar genau an dem Platz, an dem bisher das Nebengebäude mit der Schießstätte stand. Dies bedeutete eine "schießstandlose" Zeit für die Fortuna. 2 1/2 Jahre lang wurde auf 4 provisorischen Ständen im Keller der Turnhalle neben einer Kegelbahn geschossen.
Im Jahre 1996 ging es dann zur Sache. Am 8. März 1996 veranstaltete die Fortuna im "alten" Schießstand ein Abschiedsschießen. Im April fiel das Höck'sche Gebäude den Abrißmaschinen zum Opfer.
Im Herbst 1996 begannen die Aushubarbeiten. Die Arbeiten am Rohbau dauerten allerdings länger als geplant. Inzwischen liefen die Vorbereitungen für den Innenausbau des Schießstandes auf Hochtouren. Die freiwilligen Helfer warteten schon ungeduldig auf den ersten Arbeitseinsatz.
Im Frühsommer 1998 wurde schließlich losgelegt. Im wenigen Wochen waren 250 qm Boden und Wandfliesen verlegt und etwa die gleiche Menge Holzverkleidungen angebracht.
Dank der vielen fleißigen Hände konnten bereits Mitte November die ersten Vortelschießen und die Runden-wettkämpfe abgehalten werden. Am 19. Dezember 1998 wurde mit einem Sektempfang und einem Zimmerstutzen-Schießen direkt auf eine Schützenscheibe der Schießstand vereinsintern eröffnet.
Die offizielle Einweihung mit Pfarrer, Bürgermeister und Gemeinderat fand am 29. Januar 1999 statt.
Es entstand eine sehr moderne Schießanlage mit 14 Schießständen. Die Fortuna hat nun nach 34 Jahren an genau der gleichen Stelle wiederum ein Novum im Gau Traunstein: Die Anordnung der Schießstände in 2 Ebenen übereinander.
Fast 2000 Arbeitsstunden wurden von den Siegsdorfer Schützinnen und Schützen geleistet. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt, ebenso wie auch den vielen Spendern.

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